LED-Videowand: Tipps zur Größenberechnung
Wenn Sie eine LED-Videowand für eine Veranstaltung, eine Ladenlobby oder eine dauerhafte Installation an einem öffentlichen Ort beschaffen möchten, stellt sich Ihnen vermutlich als Erstes die Frage nach der geeigneten Videowandgröße. Natürlich möchten Sie wahrscheinlich nicht einfach die größtmögliche Wand auswählen. Die Ermittlung der richtigen Größe erfordert sowohl wissenschaftliches als auch künstlerisches Geschick und beeinflusst sämtliche Aspekte – vom Budget bis hin zur Wirksamkeit Ihrer Botschaft. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Sie bei der Bestimmung der optimalen Größe Ihres Setups unterstützen.

Berücksichtigen Sie zunächst Ihr Publikum
Am wichtigsten ist nicht die Wand, sondern die Menschen, die sie betrachten werden. Wo werden sie stehen oder sitzen? Der Abstand des Bildschirms zum Publikum – also die Betrachtungsentfernung – ist der entscheidende Faktor. Sie müssen sicherstellen, dass das Publikum die Inhalte ohne Anstrengung erkennen kann. Wenn Sie beispielsweise einen Bildschirm in einem TV-Studio montieren – wie beim Türkei-Projekt mit dem Modell E1.875 – befinden sich Personen und Kameras direkt davor. Daher benötigen Sie einen Bildschirm, der auch bei kurzer Betrachtungsentfernung scharf erscheint. Umgekehrt gilt: Wenn Sie eine sehr große Installation für einen öffentlichen Platz errichten – wie die beeindruckende dreidimensionale Darstellung mit bloßem Auge auf dem Shibuya-Platz in Japan – wird das Publikum den Bildschirm aus großer Entfernung betrachten. Die Betrachtungsentfernung ist hier sehr groß, weshalb der Bildschirm sehr groß sein kann – und auch sein muss.
Berücksichtigen Sie den Pixelabstand im Verhältnis zur Größe
Eine der wichtigsten zu berücksichtigenden Spezifikationen ist der Pixelabstand. Sie werden Zahlen wie 1,5 mm, 1,8 mm oder 10 mm als Teil dieser Spezifikationen sehen. Der Pixelabstand ist das Maß für den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Pixel. Ein kleinerer Pixelabstand bedeutet mehr Pixel bzw. mehr Detailgenauigkeit, was sich besonders für die Betrachtung aus geringer Entfernung eignet. Umgekehrt führt ein größerer Pixelabstand dazu, dass die Pixel weiter voneinander entfernt angeordnet sind – dies ist ideal für große Bildschirme, die aus größerer Distanz betrachtet werden. Wie hängt dies mit den Abmessungen zusammen? Der Abstand, von dem aus das Publikum den Bildschirm betrachten wird, bestimmt den Pixelabstand, welcher wiederum festlegt, wie viele Module benötigt werden, um einen Bildschirm mit diesen spezifischen Abmessungen aufzubauen. So verfügte beispielsweise der erste Bildschirm, der bei den Academy Awards gezeigt wurde, über einen X1,5-Bildschirm. Obwohl die Fläche des Bildschirms lediglich 11 Quadratmeter betrug, gewährleistete der Pixelabstand von 1,5 mm eine Detailgenauigkeit, die aufgrund der kurzen Betrachtungsdistanz der Kameras im Publikum von entscheidender Bedeutung war.
Berechnung basierend auf dem Grundriss Ihres Veranstaltungsorts
Es ist Zeit, Ihren Taschenrechner hervorzuholen – doch zuerst benötigen Sie eine Kopie des Grundrisses Ihres Veranstaltungsorts, um die Fläche zu vermessen. Ermitteln Sie den maximalen Abstand vom Bildschirm zum am weitesten entfernten Zuschauer. Wie groß ist der Abstand zum nächstgelegenen Zuschauer? Die Kenntnis dieses Zuschauerabstandsbereichs gibt Ihnen einen guten Anhaltspunkt dafür, wo der Bildschirm platziert werden sollte. Eine bewährte Faustregel für die Mindestgröße des Bildschirms lautet: der Abstand zum am weitesten entfernten Zuschauer. Gleichzeitig müssen Sie jedoch auch berücksichtigen, wie groß der Bildschirm tatsächlich sein wird. Denken Sie auch an den verfügbaren Raum: Wie breit ist die Bühne oder die Wandfläche, auf der der Bildschirm installiert werden soll? Wie hoch ist die Decke? Stellen Sie sicher, dass der Bildschirm nicht durch Säulen verdeckt wird oder im Verhältnis zur Fläche zu klein erscheint. Die Gestaltung der LED-Videowand muss so erfolgen, dass die maximale Anzahl an Sitzplätzen eine gute Sicht auf den Bildschirm hat. Dabei geht es darum, für alle Besucher ein herausragendes Erlebnis zu schaffen.
Denken Sie in Modulen – nicht in Zoll
Stellen Sie sich die Videowand, die Sie erhalten werden, nicht als einen einzigen großen Bildschirm vor, sondern vielmehr als eine Zusammenstellung vieler kleiner Videopanels in einem modularen Format. Aufgrund dieses modularen Aufbaus können Sie einen Bildschirm nahezu jeder Größe und Form zusammenstellen – vorausgesetzt, er passt innerhalb der Abmessungen des von Ihnen gewählten Formats. Für das Shibuya-Projekt wurde nicht einfach nur ein großes Rechteck errichtet, sondern eine komplexe und umfangreiche visuelle Präsentation aus mehreren Abschnitten mit Flächen von 420 m², 162 m² und 90 m² kombiniert. Wenn Sie also überlegen, welche Größe Sie wünschen, müssen Sie dies anhand der Anzahl der Module in Breite und Höhe bestimmen. Der Hersteller gibt Ihnen die Abmessungen eines einzelnen Moduls an, woraus Sie dann die Gesamtgröße berechnen können. Hier können Sie zudem bereits über die gewünschte Form Ihres Bildschirms nachdenken – ob er breit, hoch oder eher quadratisch im Seitenverhältnis sein soll.
Berücksichtigen Sie Ihren Inhalt und den Verwendungszweck
Die Bildschirmgröße hängt von Ihrem Inhalt und dem ab, was Sie darstellen werden. Wenn beispielsweise die Hauptaktivität auf dem Bildschirm die Live-Übertragung eines Redners oder einer Band auf der Bühne ist, eignet sich ein großer, breiter Bildschirm hervorragend, da er die Aktion optimal einfängt. Wenn Sie jedoch das Publikum in ein immersives Erlebnis mit einer Kulisse eintauchen lassen möchten – möglicherweise sogar eine alternative Realität schaffen – benötigen Sie einen Bildschirm, der groß genug ist, um den größten Teil des Sichtfelds der Zuschauer einzunehmen. Bei bahnbrechenden Ideen, wie etwa einer 3D-Darstellung ohne spezielle Brillen, ist die Bildschirmgröße entscheidend, um einen beeindruckenden Effekt zu erzielen. Ist der Bildschirm zu klein, dominiert er den Raum nicht. Ihre Ziele bestimmen daher die für Ihren Zweck erforderliche Bildschirmgröße. Ein Bildschirm in einem TV-Studio hat eine bestimmte Größe, während ein Bildschirm, der als Attraktion oder Wahrzeichen – wie beispielsweise in Shibuya – fungieren soll, etwas völlig anderes ist.
Vergessen Sie nicht die praktischen Dinge
Es gibt mehrere praktische Aspekte, die Sie berücksichtigen müssen. Größere Bildschirme erfordern beispielsweise zusätzliche Unterstützung. Prüfen Sie die Konstruktion, die sie trägt: Ist die Wand in der Lage, sie zu halten? Benötigen Sie einen maßgefertigten Tragrahmen? Berücksichtigen Sie zudem die elektrischen und Datenkabel. Große Bildschirme benötigen zahlreiche Strom- und Datenanschlüsse. Dann gibt es die Wartung: Wenn ein Modul gewartet werden muss, können Sie darauf problemlos zugreifen? Diese praktischen Fragen ergeben sich aus der hohen Komplexität Ihrer LED-Videowand. Ein erfahrener Anbieter – beispielsweise ein Unternehmen mit über 20 Jahren Branchenerfahrung und mehr als 10.000 durchgeführten Installationen – ist in der Lage, all diese Aspekte effektiv zu managen. Er verfügt über Erfahrung sowohl bei kleinen Studio-Bildschirmen als auch bei großen und komplexen Videowall-Installationen.
Größenüberlegungen für Ihre LED-Videowand erfordern viel Aufmerksamkeit für Details. Sie setzen ein gewisses Verständnis Ihres Inhalts, Ihrer Zielgruppe, der Technologie und des Veranstaltungsorts voraus. Seien Sie geduldig und verlassen Sie sich auf Ihre Erfahrung, um die richtigen Fragen zu stellen und gemeinsam mit Fachleuten Arbeitsabläufe zu erstellen. Sobald Sie die ideale Größe erreicht haben, kann das Ergebnis außergewöhnlich sein und eine starke Wirkung entfalten.
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